Nicht nur die westliche Gesellschaft hat „Darm-Fieber“. Auf allen Kontinenten und in allen Lebensgemeinschaften haben die entzündlichen Darmerkrankungen sprunghaft zugenommen. Was ist passiert?

Gut Health

Darm gesund. Mensch gesund..

Der Darm ist das Zentrum der Gesundheit. Doch wir geben oftmals zu wenig Acht auf seine einzigartigen und lebensnotwendigen Aufgaben, wie beispielsweise die Nahrung aufzuspalten, zu sortieren und unsere Immunabwehr zu organisieren. Wir nehmen Völlegefühl und Sodbrennen oft gar nicht mehr wahr. Trinken Smoothies mit einem viel zu hohen Kohlenhydrat-Anteil und denken das ist gesund. 

Laktose-, Fruktose-, und Histamin-Intoleranz, viele weitere Unverträglichkeiten sowie Entzündungsprozesse entstehen aufgrund von Veränderungen des Darmmilieus (des Mikrobioms). Diese lassen sich zum Teil auf die Konsumation von zu vielen industriell verarbeiteten “Nahrungsmitteln” zurückführen, welche nur so von gesundheitlich äusserst bedenklichen Inhaltststoffen strotzen und nicht guten Gewissens als “Nahrung” bezeichnet werden können.

Unser Darm hat ein Beziehungsproblem

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Wenn im Darm das Verhältnis zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien unausgewogen ist, verändert sich die Darmschleimhaut. Krankmachende Keime können diese Barriere überwinden und in die unteren Schichten der Darmwand eindringen. Dort lösen sie Entzündungen aus.

Einige Umwelteinflüsse wie Luftverschmutzung oder der häufige Einsatz von Pestiziden belasten unseren Darm zusätzlich. Der Aufbau und die Regeneration der Darmschleimhaut gewinnt deshalb immer mehr an Bedeutung, um uns zu schützen und ernst zu nehmende Krankheiten zu vermeiden.

Folgende negative Faktoren solltest du unbedingt kennen, da du diese teilweise auch selber beeinflussen kannst:

  • Häufiger Einsatz von Antibiotika oder anderen Medikamenten
  • Hormonpräparate
  • Genussmittel wie raffinierter Zucker, Alkohol und Nikotin
  • Wenig Bewegung
  • Negativer Stress
  • Einseitige Ernährung

Unser Darmmilieu ist ein „Superorgan“

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Es gleicht einem eigenen Ökosystem. Und unsere Nahrung liefert den Darm-Bakterien die notwendige Energie. Oder auch nicht, wenn Ballaststoffe und faserreiche Anteile in der Nahrung fehlen. Dann können nicht ausreichend kurzkettige Fettsäuren durch die Bakterien entstehen.

Wichtige Schutzfunktionen des Darms fallen schlicht weg aus. Die schützende Darmschleimhaut (Mucosa) wird durchlässig. Toxine gelangen durch den löchrig gewordenen Darm direkt in die Blutbahn. Folglich schiesst das Immunsystem über. Es kommt zu Unverträglichkeiten, Allergien, chronischen Erkrankungen und Autoimmunreaktionen.


Künstliche Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe, Schwermetalle, Weichmacher aus Plastikverpackungen, Pestizide, Xenoöstrogene (Bisphenol A), Medikamente zur Verhütung, Hemmstoffe gegen die Freisetzung der Magensäure, Krebsmedikamente, Schmerzmittel und Psychopharmaka stören das Darmmilieu massiv.

Darüber freut sich unser Darm ganz besonders

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Pflanzliche Ballaststoffe – sind nötig, um gute kurzkettige Fettsäuren zu bilden. Ballaststoffe sind komplexe Kohlenhydrate aus vielen kleinen Zuckermolekülen aufgebaut. Mindestens 30 Gramm pro Tag sollten wir mit der Nahrung aufnehmen.

Unsere guten Bakterien lieben wasserlösliche Ballaststoffe wie Oligofruktose, Inulin, Pektin und resistente Stärke. Sie bilden daraus Buttersäure, und die wirkt Entzündungen in der Schleimhaut entgegen. Zum Beispiel befindet sich Oligofruktose in naturtrüben Obstsäften – ein besonders hoher Anteil in Yacon-Sirup (süße:WURZEL), welches zudem wie Inulin als Nahrung für die guten Darmbakterien dient und nicht über die Leber abgebaut wird.

Resistente Stärke entsteht nach dem Abkühlen von gekochten Erbsen, Bohnen, Reis, Kochbananen. Man findet sie in Beerenfrüchten, Nüssen, grünen Blattgemüse und in Brot beim langen Kauen. Die nichtwasserlöslichen Ballaststoffe finden sich in Schalenteilen von Getreide und Ölsaaten und sind Bestandteile von faserhaltigen zellulosereichen Pflanzen und Pilzen.

digestion

Für deine Darmgesundheit

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